Was bedeutet die Sperrfrist?

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Die meisten MPU-Kandidaten müssen etwa 12 Monate ohne Führerschein auskommen

Beim Führerscheinentzug spielt fast immer die Sperrfrist eine Rolle. Hier die wichtigsten Fakten:

  • Die Sperrfrist ist die Zeitspanne, in der Sie ohne Führerschein leben müssen und in der Ihnen die Behörden die Neuausstellung verweigern
  • Die kürzeste Sperrfrist beträgt sechs Monate, die längste fünf Jahre. Im Schnitt dauern Sperrfristen aber etwa ein knappes Jahr.
  • Die Sperrfrist gilt ab dem Tag des Führerscheinentzugs. Hat Ihnen zum Beispiel die Polizei den Führerschein abgenommen und es kommt erst zwei Monate später zum offiziellen Gerichtstermin, werden die zwei Monate in Ihre Sperrfrist eingerechnet
  • Neubeantragen können Sie Ihren Führerschein frühestens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist. Ein Beispiel: Dauert die Sperrfrist 12 Monate, dürfen Sie nach 9 Monaten Ihren Führerschein neu beantragen.
  • Das Gericht kann eine verhängte Sperrfrist unter bestimmten Umständen verkürzen (zum Beispiel nach einer verkehrspsychologischen Schulungsmaßnahme). Die Sperrfrist muss aber dennoch mindestens drei Monate betragen, im Falle von wiederholten Delikten mindestens ein Jahr
  • Für die Dauer von Sperrfristen gibt es keine Faustregel! Hier betrachten die Richter immer den individuellen Fall und welches Vergehen vorliegt. Also auch, ob es die erste Auffälligkeit war oder ob man ein alter Bekannter für die Verkehrspolizei ist

…Und so kommt die MPU ins Spiel:

Die Behörden stellen individuelle Bedingungen, unter denen Sie Ihren Führerschein wiederbekommen. Manchmal kann schon eine Schulungsmaßnahme ausreichen. Oft ist es aber eben das MPU-Gutachten, das gefordert wird.

Sie merken schon: Sperrfristen sind ein äußerst komplexes Thema! Deshalb können wir auf dieser Homepage nur das Nötigste darstellen. Haben Sie individuelle Fragen zur Sperrfristverkürzung, hilft Ihnen unser Verkehrspsychologe am IPBB im Rahmen der Führerscheinberatung gerne weiter. Liegt bei Ihnen ein besonders komplizierter Fall vor und möchten Sie absolute Rechtssicherheit, sollten Sie in jedem Falle auch einen Anwalt zu Rate ziehen!

Lesen Sie hier weiter: Wann muss ich zur MPU?