Wie läuft die MPU ab?

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Rechnen Sie damit, dass die MPU mehrere Stunden in Anspruch nimmt

Bei der MPU geht es immer um den jeweiligen Menschen und seinen Konflikt mit dem Gesetz. Damit läuft die Untersuchung für einen „Punktesammler“ in Flensburg anders ab als für jemanden, der unter Drogen einen Unfall gebaut und Fahrerflucht begangen hat. Die MPU wird also immer genau auf den jeweiligen Kandidaten angepasst.

Alles kommt auf den Prüfstand

Bei der MPU werden Sie sowohl körperlich (medizinisch) als auch geistig (psychologisch) untersucht. Zunächst müssen Sie einige Fragebögen zu ihrem Lebenslauf und Ihren Gewohnheiten ausfüllen. Danach folgt eine medizinische Untersuchung. Außerdem wird bewertet, wie gut Sie sich bewegen können und wie schnell Ihre Reaktionen sind. Rechnen Sie damit, dass Sie auch einige Aufgaben am Computer bearbeiten müssen. So werden unter anderem Ihre Schnelligkeit und Konzentrationsfähigkeit getestet. Zusätzlich dazu können nach Drogen- oder Alkoholdelikten auch Laboruntersuchungen durchgeführt werden, zum Beispiel per Urin-Test. Dadurch wird kontrolliert, ob Sie schon längere Zeit abstinent leben.

Im Gespräch ist Ihre Offenheit gefragt!

Im Anschluss daran folgt die mentale Untersuchung: Ein Psychologe wird mit Ihnen über Ihr Leben und Ihren Alltag reden. Er wird Sie dabei auch zu sehr persönlichen Dingen befragen. Zum Beispiel über frühere Probleme im Elternhaus, mögliche Lebenskrisen oder finanzielle Sorgen. Außerdem kommt Ihr jeweiliges „Laster“ auf den Tisch. Im Falle eines Alkoholdelikts wird er Sie also ganz genau über Ihre Trinkgewohnheiten befragen.

Zusammen mit den körperlichen Tests sind all diese Infos für den MPU-Psychologen wie Puzzleteile. Aus diesen erstellt er ein Gesamtbild von Ihnen und damit eine Prognose: Ob Sie fahrtauglich sind – oder nicht.

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