200€ Gutschein für „Insel der Normalität“ in Corona-Zeit

Was bedeutet eine Krise – und was hat insbesondere die Corona-Krise in den meisten Menschen hervorgerufen?

Angst, Unsicherheit, Panik, Perspektivlosigkeit, Überforderung…

Die letzten Monate waren zweifelhaft für jeden eine Herausforderung, die Corona-Krise hat dem einen oder anderen ziemlich viel abverlangt und das war auch deutlich zu spüren! Geschäfte mussten schließen, Mitarbeiter haben ihre Jobs verloren, Eltern mussten den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Beruf  bewerkstelligen, das Pflegepersonal arbeitete bis an ihre Grenzen und es gibt noch unzählige andere Menschen, die sich während der Corona-Pandemie aufgeopfert haben, um unser System am Laufen zu halten. Und ganz überstanden haben wir die Krise noch nicht!

Was braucht man in Krisen-Zeiten?

Insbesondere in schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger ein stabiles Umfeld zu haben, Menschen die einen Lieben, denen man sich anvertrauen kann und die einen mental wieder auf die Beine helfen. Ein Ort, an dem man sich geborgen fühlt ist besonders in Krisen-Zeiten ein hohes Gut. Unsere Kollegin Frau Kamenz hat sich in der schwierigen Zeit am IpBB gut aufgehoben gefühlt. Trotz der äußeren Umstände war das IpBB immer ein Ort, an dem sie – fern von all dem Chaos, ein Stückchen Normalität beibehalten durfte! Die „Insel der Normalität“, wie Frau Kamenz es nennt, hat ihr Sicherheit in dieser ungewöhnlichen Zeit geboten. Über die Aktion „Danke-Sage-Tage“ des Radiosender NDR1 Welle Nord hat sich Frau Kamenz bei unserer Chefin Frau Aschoff bedankt! Ihre Worte haben den Radiomoderator Julian Kraffzig insoweit berührt, dass das IpBB für sein Engagement und seine Mitarbeitermotivation während der Corona-Zeit einen Gutschein von über 200€ des Lebensmittelmarkts Edeka geschenkt bekommen hat.

Für den großzügigen Gutschein von Edeka bedanken wir uns beim gesamten NDR1 Welle Nord-Team! Von dem Gutschein haben wir uns ein köstliches Frühstück mit dem gesamten IpBB-Team gegönnt und es werden weitere folgen!

Hier könnt ihr euch nochmal den Radiobeitrag von Frau Kamenz anhören!

credits@freepik

Danke an NDR1 Welle Nord

Das IPBB: (Unternehmens)-Beratung auf allen Ebenen

Das Institut für psychologische Beratung und Bildung bietet neben dem Bereich der Verkehrspsychologie, auch die Beratung von Privatpersonen und Unternehmen an. Sowohl Seminare und Workshops im Bereich der Kommunikation, Mitarbeiter- oder Organisationsentwicklung als auch Coaching für bestimmte Lebenssituationen. Das IPBB berät Sie auf allen Ebenen.

Unternehmensberatung am IPBB

Das IPBB berät und unterstützt sowohl kleine und mittlere als auch große Unternehmen rund um die Bereiche Personal und Organisation. Wir bieten Unternehmen Hilfestellungen bei der internen Kommunikation, wie beispielsweise die Potenzialeinschätzung und Motivation von Mitarbeitern, um interne Prozesse und Strukturen zu optimieren und nachhaltig in die Unternehmensstruktur zu implementieren. Mit geschulten Methoden aus betriebswirtschaftlichen und psychologischen Disziplinen, werden die Stärken und Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt und gefördert, um mit dem Ziel des Unternehmenserfolgs lösungsorientiert eingesetzt zu werden. Neben der Potenzialeinschätzung, gehören auch die Entwicklung von Führungskräften, Personalplanung oder Unternehmensentwicklung zu den Steckenpferden des IPBB. Dabei werden für jedes Unternehmen individuelle Strategien, Lösungswege und Kommunikationstechniken entwickelt, um noch mitarbeiter-, kunden- und serviceorientierter zu kommunizieren, den Arbeitsalltag strukturierter zu gestalten, Stolpersteine zu vermeiden und sowohl Mitarbeiter als auch Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Sie brauchen rechtswissenschaftliche, betriebswirtschaftliche oder psychologische Unterstützung in Ihrem Unternehmen, um wieder auf erfolgreichen Kurs zu kommen? Schauen Sie doch mal unter https://ipbb-kiel.de/was-wir-fuer-sie-tun-koennen/ vorbei!

Individuelle Seminare und Workshops am IPBB

Ob kurz und knackig oder lang und intensiv: Ziel und Anspruch der Seminare und Workshops sind, dass Erlernte- ob im Alltag oder Job, zielorientiert anzuwenden und umzusetzen, um dauerhaft davon schöpfen zu können. Unternehmen, die sich in den Bereichen Führungskräftecoaching, Kommunikation oder Projektmanagement weiterbilden möchten, können dies am IPBB gemeinsam mit unserer qualifizierten Unternehmensberaterin umsetzen. Sie interessieren sich für ein Seminar, Workshop oder Training am IPBB? Unter https://ipbb-kiel.de/seminare-workshops/ finden Sie eine Übersicht über alle Seminare und Workshops, die aktuell am IPBB angeboten werden.

Sie haben ein spezielles Anliegen und brauchen einen auf ihr Unternehmen individuell konzipierten Workshop? Das IPBB entwickelt persönlich für Sie und Ihr Unternehmen ein Seminar, Training oder Workshop, ganz nach Ihren Bedürfnissen. Sprechen Sie uns gerne an!

Finanzielle Unterstützung für ein starkes Unternehmen

Für eine professionelle und zielorientierte Unternehmensberatung müssen Unternehmen meist hohe wirtschaftliche Mittel opfern. In vielen Fällen fehlt es kleinen und mittleren Unternehmen an finanziellen Ressourcen, um auf interne Herausforderungen zu reagieren und Krisen zu vermeiden. Mit den Förderprogrammen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, unternehmensWert:Mensch und uWM plus, haben vor allem kleine und mittlere Unternehmen eine reelle Chance auf finanzielle Unterstützung. Hadassah Aschoff ist autorisierte Beraterin dieser und vieler weiterer Förderprogramme. So werden Unternehmen bis zu 80% der Beratungskosten erstattet. Auch im Bereich der Digitalisierung, wie beispielsweise die Umstellung, Optimierung und Modernisierung auf digitale Geschäftsprozesse, können kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des Projekts go-digital auf finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zählen. Bei Start-Ups, Bestandsunternehmen oder Unternehmen, die sich nachweislich in einer Krise befinden, übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bis zu 50% der Beratungskosten.

Auch wenn Sie in Ihrem Betrieb Menschen mit Migrationshintergrund integrieren möchten oder Ihr Unternehmen in den Bereichen der Nachhaltigkeit und Umweltschutz zukunftsträchtig transformieren wollen, sind Sie ebenso Förderfähig! Für Unternehmen lohnt es sich in jedem Fall einen Blick auf die Webseite des IPBB, unter https://ipbb-kiel.de/foerdermoeglichkeiten/ zu werfen und sich über Förderprogramme und Zuschüsse zu erkundigen.

 

 

 

Achtung Punkte! Verschärfte StVO seit April

Seit April haben sich die Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für Verstöße gegen das Verkehrsrecht geändert. So wurde auch der Bußgeld- und Punktekatalog für Teilnehmer des Straßenverkehrs angepasst. Wir haben in aller Kürze zusammengefasst, was sich für Autofahrer im Wesentlichen geändert hat und wo in Zukunft mehr Achtsamkeit gefordert ist!

Für Autofahrer kommt’s jetzt dicke!

Zukünftig wird das unerlaubte Parken auf Geh- und Radwegen sowie das Halten in zweiter Reihe auf Schutzstreifen mit bis zu 110€ + 1 bitteren Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg bestraft. Der allgemeine Verstoß gegen Halte- und Parkregelungen wird für Autofahrer hingegen mit einer Sanktion bis zu 25€ geahndet, wozu gleichermaßen das unberechtigte Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz sowie das Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge gehört. Bis dato wurde dafür eine Geldbuße von 15€ eingezogen, mit der neuen Verordnung haben Autofahrer allerdings nun mit einer Strafe von 55€ zu rechnen- und das ist noch nicht alles:

Wer in Zukunft das Bilden einer Rettungsgasse ignoriert oder diese unerlaubt nutzt, um schneller voranzukommen, dem drohen Bußgelder bis zu 320€ sowie 1 Monat Fahrverbot + 2 Punkte in Flensburg! Ebenfalls neu im Bußgeldkatalog ist das Nichtbilden einer Rettungsgasse, auch wenn de facto keine konkrete Gefahr besteht. Wer da nicht präventiv reagiert, verstößt gegen die StVO und erhält neben einer Geldstrafe ein Fahrverbot von 1 Monat!

Fuß vom Gas! Wer zu schnell unterwegs ist, darf in Zukunft laufen

Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von 21 km/h innerhalb der geschlossenen Ortschaft wird nun zusätzlich zum Bußgeld über 80€ mit einem Fahrverbot von 1 Monat + 1 Punkt in Flensburg geahndet. Außerorts fällt bei dieser Überschreitung das Fahrverbot weg, der Punkt und eine Bußgeldstrafe von 70€ bleiben jedoch bestehen.

Ebenso wurden die Geldbußen bei unerlaubter Behinderung von nicht vorgesehenen Halte- oder Parkflächen erhöht: PKWs oder andere am Straßenverkehr teilnehmende Fahrzeuge, die vorschriftswidrig Gehwege, Radwege oder Seitenstreifen mit ihren Fahrzeugen nutzen- und bis dato mit 25€ Geldbuße bestraft wurden, müssen seit April mit einer Geldbuße von bis zu 100€ rechnen.

Die Änderungen des Bußgeldkatalogs und der Straßenverkehrsordnung sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Die dafür erhöhten Geldbußen und Maßnahmen sind laut bmvi (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) notwendig, um eine generalpräventive Abschreckung sicherzustellen und die Achtsamkeit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Alle weiteren Infos zur Straßenverkehrsordnung und dem aktuellen Bußgeldkatalog findest du unter https://www.bussgeldkatalog.org/

Ein MPU-Erfahrungsbericht

Schwere Post

Wochenlang habe ich auf den Brief der Führerscheinstelle gewartet. Diesen einen, diesen ganz bestimmten Brief. Bei jedem Gang zum Briefkasten schlug mein Herz immer etwas schneller. Insgeheim war ich aber jedes Mal erleichtert, wenn der Briefkasten dann doch leer war. Fast täglich bin ich das Szenario, wie ich den Brief von der Führerscheinstelle erhalte und was ich danach tun müsste, in meinem Kopf durchgegangen und sagte mir: „Alles halb so wild“. In dieser Zeit war ich angespannt, gereizt und unruhig. Heute weiß ich, dass ich mit allem was passierte überfordert war, weil mir etwas Unangenehmes bevorstand, wovon ich nicht im Ansatz eine Vorstellung hatte, trotz nächtelanger Recherchen von Erfahrungsberichten über Führerscheinverluste, Drogendelikte und MPU, die mich zugegebenermaßen nur noch mehr überforderten.

Eines Tages: Führerschein weg. Und nun?

Das Gefühl der Überforderung ebbte mit der Abgabe meines Führerscheins bei der zuständigen Führerscheinstelle nicht ab. Anders als erwartet, wurde ich dort nicht über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt. Ich wurde lediglich darüber informiert, dass zur Wiedererlangung des Führerscheines eine MPU erforderlich ist. Und dann? Wohin ich gehen und was ich tun muss, blieb meine Aufgabe. Zudem flogen gefühlt jeden Tag weitere Briefe ins Haus, wie vom Ordnungsamt oder der Polizeistelle. Ich verlor den Überblick über das bürokratische Vorgehen, ganz zu schweigen von der bürokratischen Sprache, die ich nicht verstand. Ich fühlte mich mit diesem Problem alleingelassen und mir wurde schnell klar, dass ich meinen Führerschein ohne professionelle Hilfe wohl nicht zurückbekommen würde. Also begab mich auf die Suche nach einer Beratungsstelle.

Das IPBB in Kiel

Im Internet habe ich mich über das Institut für psychologische Beratung und Bildung in Kiel erkundigt, ich rief also dort an und bekam direkt einen Termin für ein Erstgespräch. Anfangs hatte ich überhaupt keine Ahnung, was mich dort erwarten würde. Dort angekommen wurde ich zu meiner Erleichterung mit großer Herzlichkeit empfangen. Die Situation war für mich sowieso schon unangenehm genug, aber meine Verkehrspsychologin ist mir mit viel Verständnis entgegengetreten. Bereits nach dem zweiten Gespräch wurde mir klar, dass diese Vorbereitung auf die MPU weitaus mehr ist, als nur über mein Delikt zu sprechen. Heute kann ich sagen, dass mir die Gespräche mit meiner Verkehrspsychologin geholfen haben über vergangenes und schmerzliches zu sprechen, Geschehnisse und Fehler zu akzeptieren und diese zu verarbeiten, ohne mich und meine Persönlichkeit zu verurteilen. Das mag vielleicht etwas komisch klingen, aber ich bin dankbar für diese Erfahrung. Durch die Gespräche mit meiner Verkehrspsychologin habe ich nachhaltig gelernt, wie ich einen super GAU- ausgelöst durch Schicksalsschläge, umgehen kann. Vor Schicksalsschlägen ist nämlich niemand gefeit, die große Kunst liegt jedoch darin, sich davon nicht unterkriegen zu lassen und Konfliktsituation frühzeitig zu erkennen. Letzen Endes ist mir klargeworden, dass es um viel mehr geht, als um den Konsum an sich. Ich bin gestärkt aus den Gesprächen im IPBB herausgegangen, nicht zuletzt, weil mir das gesamte Institut den Rücken gestärkt und mir Mut zugesprochen hat. Sie haben in mir das erkannt, was ich bis dahin nicht sehen konnte oder im Laufe meiner Jahre verloren habe: Einen Menschen, der natürlicherweise Fehler macht, aber so viel Selbstwert erlangt hat, Fehler ebenso als eine Chance zu sehen. Die Chance zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

 

 

 

 

 

Führerschein zurück ohne MPU – Frei nach dem Motto „kauf Dir einen“?

Es passiert schneller, als man denkt – und schon ist der Führerschein weg. Und nicht nur das: Um den geliebten „Lappen“ wieder zu bekommen, muss man in der Regel auch noch eine MPU über sich ergehen lassen und – oh Schreck! – bestehen.

Was tun? Gibt es nicht einen Weg, um die MPU herumzukommen?

Tatsächlich soll es sie geben. Zumindest werben viele Anbieter mit einem schnellen und einfachen Weg, den Führerschein zurück zu bekommen. Ganz ohne MPU.

Wie das?

Es wird damit geworben, dass es ganz einfach ist: Es müsse nur ein Wohnsitz im Ausland angemeldet und der Führerschein sodann angefordert werden. Dieser wäre dann vollkommen legitim. Egal, ob ihm der Führerschein zuvor in Deutschland wegen Alkohol am Steuer, Punkte o.ä. abgenommen wurde. Den Verwaltungsakt würden diese Anbieter dann übernehmen. Alles gar kein Problem, dank dem Phänomen „Führerschein-Tourismus“.

 

Aber ist das auch so?

Kurz gesagt: Nein.

Bis Ende 2008 war dieses Verfahren tatsächlich relativ problemlos möglich.
Dann wurde diesem Vorgehen jedoch Anfang 2009 ein deutlicher Riegel vorgeschoben. Und zwar mit § 28 Abs. 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) die besagt, dass eine Fahrerlaubnis aus dem Ausland ungültig ist, wenn der Besitzer nicht mindestens 185 Tage dort einen Wohnsitz besessen hat UND (Achtung!) wenn während der Ausstellung noch eine Sperrfrist in Deutschland gültig war.

Dennoch bewerben noch heute einige dubiose Anbieter diese Möglichkeit, mit wenig Aufwand, dafür aber nicht gerade wenig Geld, einen ausländischen Führerschein zu erhalten. Aber egal, was diese „Dienstleister“ anpreisen: Diese Masche ist schon lange nicht mehr möglich!

Und nicht nur das: Wer dennoch mit einem solchen ausländischen EU-Führerschein unterwegs ist, obwohl gegen ihn eine Sperrfrist verhängt wurde, der macht sich strafbar mit dem Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Das bedeutet nicht nur hohe Geldstrafen, sondern kann sogar je nach Fall mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden!

Geld besser besser anlegen 😉

Also sparen Sie sich das Geld für einen ohnehin ungültigen Auslandsführerschein und investieren sie dies lieber in eine gründliche Vorbereitung auf die MPU.

Hierbei helfen wir natürlich gerne mit unserem Rund-um-Service in allen Bereichen, welche die Vorbereitung auf die MPU umfasst.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Fünf Jahre neues Punktsystem – (k)ein Grund zum feiern

Das neue Punktesystem in Flensburg feiert den ersten runden Geburtstag! Seit fünf Jahren gilt: Der Führerschein ist nicht erst bei 18, sondern bereits bei 8 Punkten weg. Dafür wurde das System vereinfacht, die Punkte für die jeweiligen Delikte neu bestimmt und Abbaufristen neu festgelegt. Auch das sogenannte Fahreignungsseminar zum Punkteabbau, kurz FES, wurde reformiert.

Doch was hat das effektiv gebracht?

Punktesystem_5-Jahres-Bilanz

Seit fünf Jahren werden Delikte in der Verkehrssünderdatei nach neuen Maßstäben bewertet.

Einiges …sagt der ADAC und zieht in seinem Magazin Motorwelt eine erste positive Bilanz.

Unterm Strich gibt es laut Deutschlands größtem Automobilclub weniger Verkehrssünder. Das führen Experten vor allem auf die Warnhinweise zurück, die Punktesündern mit den unliebsamen Briefen aus Flensburg ins Haus flattern. Bei 1-3 Punkten gibt es eine Vormerkung, ab 4 Punkten eine Ermahnung und ab 6 Punkten eine Verwarnung. Und natürlich weißt die Behörde darauf hin, dass bei 8 erreichten Punkten die Fahrerlaubnis weg ist und eine MPU droht. Dieser Appell an die Fahrer scheint bei vielen Wirkung zu zeigen und Sie ändern laut ADAC ihr Fahrverhalten. Genaue Zahlen nennt der Club allerdings nicht – und auch vom Bundesverkehrsministerium gibt es noch kein offizielles Fazit.

Ausbaufähig …sagen dagegen die Verkehrswissenschaftler, die sich jährlich zum Verkehrsgerichtstag in Goslar treffen.

Das neue Punktesystem sei wesentlich einfacher und für die Bürger deutlich besser verständlich als das alte. Konkrete positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit lassen sich laut den Experten aber (noch) nicht erkennen. Deshalb empfehlen sie dem Gesetzgeber beim Punktesystem nochmal nachzubessern. Zum Beispiel sollen die Hürden für das FES gesenkt und Teilnehmer mehr belohnt werden: Statt wie bisher nur 1 Punkt, soll es einen Abbau von bis zu 2 Punkten geben. Zudem soll der Abzug auch bei einem Punktestand von 6 oder 7 Punkten ermöglicht werden. Bislang ist der Abbau nur bei einem Stand von bis zu 5 Punkten möglich.

Und was zeigt die Erfahrung, die wir am IPBB machen?

Unser Team wünscht sich vor allem noch mehr Transparenz und deutlichere Hinweise seitens der Behörden. Zum Beispiel werden wir immer wieder nach den komplizierten Regeln der Verfallsfristen gefragt. Außerdem rufen uns immer wieder Autofahrer an, die dringend einen Punkt abbauen möchten, aber nicht mehr können. Zu ihrer großen Überraschung müssen wir ihnen mitteilen, dass sie mit 6 oder 7 Punkten bereits zu viele Punkte haben. Das ist schade – denn wer für das FES keinen Punktabzug mehr erhält, meldet sich meist gar nicht erst an und kann dann auch nichts Wertvolles lernen. Der Grund für das böse Erwachen ist immer wieder derselbe: Die Anrufer überlesen schlicht die Warnhinweise, wenn sie aus Flensburg Post erhalten. Diese können also gar nicht fett genug gedruckt sein. Sie müssen noch klarer formuliert werden und gehören direkt auf die erste Seite!

Also: Besser frühzeitig informieren und Frust vorbeugen! Schon ab 3 Punkten in Flensburg lohnt sich das FES… Nähere Infos erhalten Sie hier auf unserer Webseite – oder rufen Sie einfach an. Das IPBB-Team beantwortet gerne Ihre Fragen.

Unser Beitrag zum Tempolimit im NDR

Diskussion um das Ende des Tempolimits auf der A7 zwischen Bordesholm und Hamburg. Nach Jahren der Bauarbeiten soll hier statt 120km/h bald wieder freie Fahrt gelten. Doch nicht jeder findet das gut… Unser Statement aus psychologischer Sicht gab’s am 06.05.2019 um 18:00 Uhr im NDR sowie im Schleswig-Holstein Magazin. Zum Beitrag geht es hier.

NDR-Beitrag_Tempolimit_Psychologie

IPBB-Chefin Hadassah Aschoff im NDR-Interview (Screenshot Mediathek)

Neu in SH: Zu Verkehrsdelikten online Stellung nehmen

Sie wurden geblitzt, sind aber felsenfest davon überzeugt: Das ging so nicht in Ordnung? Es gibt Ärger mit den Behörden oder der Polizei? Dann haben Sie ab sofort die Möglichkeit, Stellung zum Sachverhalt zu beziehen. Und das ganz bequem vom Computer oder Smartphone aus!

Anhöring_Verkehrsdelikt_SH

Neu im Serviceportal des Landes Schleswig-Holstein!

Möglich macht es ein neues digitales Verfahren, dass die IT-Firma Dataport aus Altenholz extra für das Land Schleswig-Holstein und für Hamburg eingerichtet hat. Im Onlineportal „Polizei Anhörung Verkehr“ können sich betroffene Autofahrer zum Beispiel die von ihnen aufgezeichneten Blitzerfotos ansehen. Aber auch anderes „Beweismaterial“ kann per Mausklick beim Landespolizeiamt abgerufen werden.

Doch noch viel wichtiger: Verkehrsteilnehmer können sich auch zu den ihnen zur Last gelegten Delikten äußern. Dafür benötigen sie zum Login lediglich das jeweilige Aktenzeichen, das z.B. per Bußgeldbescheid mit der Post kommt. Für die allgemeine Benutzerfreundlichkeit findet man im Portal zudem eine Bedienungsanleitung und FAQs.

In naher Zukunft wird das Verkehrsportal zusätzlich mit einem digitalen Bezahlsystem ausgestattet. Damit soll das Zahlen von Bußgeldern noch einfacher – und nicht zuletzt eine Menge Papier gespart und die Umwelt geschont werden.

Neugierig geworden? Hier geht’s zum Meldeportal für alle, die Ihr Fahrzeug in Schleswig-Holstein gemeldet haben: service.schleswig-holstein.de

Quelle: dataport.de (Nachricht vom 17.10.2018)

Fahrverbot nach Pöbeln und Beleidigung

Passend zur Karnevalszeit lesen wir wieder überall, was wir hinterm Steuer nicht dürfen: Vor allem natürlich nicht trinken und keine gigantischen Faschingskostüme tragen, die unsere Sicht oder Bewegung einschränken. Aber auch die Zunge sollten wir bei allem Überschwang besser etwas zügeln… denn: Wer pöbelt und beleidigt, dem droht Fahrverbot! Das zeigt jetzt ein Fall aus München. Hier hat das Amtsgericht einen Renter zu einem Monat Fahrverbot und einer Geldstrafe verdonnert.

fasching_ohne_mpu_und_busgeldWas war passiert?

Der Mann hat seine schlechte Laune an einem Radfahrer ausgelassen. Als er ein in zweiter Reihe parkendes Auto umfahren muss, will er auch den entgegenkommenden Radfahrer zum Ausweichen zwingen. Er droht dem Radler damit, ihn anzufahren. Außerdem beschimpft er ihn – wörtlich – als Arschloch.

Weil Zeugen den Fall bestätigen und der Rentner bereits zuvor wegen Nötigung Ärger mit der Justiz hatte, gibt es als Strafe einen Monat Führerscheinentzug. Dazu kommt eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen á 20 Euro.

Also: Auch wenns manchmal schwer fällt – besser auf die Lippen beißen und Flüche und Beleidigungen für sich behalten!

Quelle: Verkehrsrechtsanwälte im Deutschen Anwaltverein