Punkte und Promille

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Alkohol am Steuer: Gefährlich, teuer und kein Kavaliersdelikt!

Ursache für jeden fünften Verkehrsunfall bei uns in Schleswig-Holstein sind Alkohol oder Drogen am Steuer (Quelle: Verkehrssicherheitsstatistik 2015). Dabei ist jeder Unfall einer zu viel… Grund genug hier aufzulisten, welche Punkte in Flensburg es bei welchem Alkoholpegel gibt:

Bis 0,3 Promille
In der Regel haben Autofahrer bei einem Wert von bis zu 0,3 Promille nichts zu befürchten. Vor Vollendung des 21. Lebensjahres, sowie als Fahranfänger in der Probezeit, gilt aber eine absolute 0-Promille-Grenze: Schon der kleinste nachgewiesene Schluck Alkohol wird hier mit 1 Punkt und 250 Euro Bußgeld bestraft.

Zwischen 0,3 und 0,5 Promille
Schon ein kleines Bier kann reichen, um 0,3 Promille zu haben! Wer mit diesem Alkoholwert erwischt wird, aber nicht auffällig gefahren ist, kommt rechtlich gesehen nochmal davon. Wer allerdings mit Schlangenlinien fährt oder einen Unfall baut, macht sich bereits strafbar. Neben 3 Punkten in Flensburg und einem Bußgeld droht außerdem der Führerscheinentzug – je nach individuellem Fall und je nach Vorgeschichte mit einer Sperrfrist zwischen 6 Monaten und 5 Jahren. Theoretisch ist sogar eine Freiheitsstrafe möglich.

0,5 bis 1,1 Promille
Das Risiko einen Unfall zu bauen ist ab diesem Wert bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Auch wenn man keinen Unfall gebaut und niemanden gefährdet hat: Mit diesem Alkoholwert wird es schon richtig teuer: Zwischen 500 und 1.500 Euro Geldbuße drohen – je nachdem, ob man zum ersten Mal erwischt wurde oder ob man ein „Wiederholungstäter“ ist. Dazu kommen noch 2 Punkte in Flensburg, sowie zwischen ein und drei Monate Fahrverbot.

Zeigen Sie bei diesem Promillewert deutliche Anzeichen von Fahruntüchtigkeit oder bauen einen Unfall, bekommen Sie drei Punkte in Flensburg und müssen mit einer hohen Geldstrafe (oder sogar Freiheitsstrafe) rechnen. Auch hier kann das Gericht eine individuelle Sperrfrist zwischen sechs Monaten und fünf Jahren verhängen.

Ab 1,1 Promille
Jetzt ist das Risiko einen Unfall zu bauen zehn Mal höher als im nüchternen Zustand. Deshalb sprechen die Behörden ab 1,1 Promille von absoluter Fahruntüchtigkeit. Und damit machen Sie sich strafbar, egal ob Sie noch ohne Schlangenlinien geradeaus fahren können oder einen Unfall gebaut haben. Neben drei Punkten in Flensburg erhalten Alkoholsünder eine individuelle Geld- oder Freiheitsstrafe. Und in jedem Fall wird der Führerschein zwischen sechs Monaten und fünf Jahren entzogen. Dazu gibt‘s je nach Fall eine Einladung zur MPU.

1,6 Promille-Grenze
Neben den strafrechtlichen Konsequenzen, die bereits ab 1,1 Promille gelten, kommt hier definitiv die Einladung zur MPU dazu. Nur wer mit einem psychologischen Gutachten seine „Fahrtüchtigkeit“ belegen kann, erhält den Führerschein nach Ablauf der Sperrfrist zurück. Dies liegt daran, dass ab 1,6 Promille am Steuer bereits von einem chronischen Alkoholmissbrauch ausgegangen werden kann.